Wechseljahre
Wechseljahre und Gewicht: Was sich im Körper tatsächlich ändert
Viele Frauen berichten, dass sich ihr Gewicht ab Mitte vierzig verändert, ohne dass sie anders essen. Das ist keine Einbildung — es ist eine Umverteilung.
Mit sinkendem Östrogenspiegel verschiebt sich, wo der Körper Fett bevorzugt einlagert: weg von Hüfte und Oberschenkeln, hin zum Bauchraum. Das kann geschehen, ohne dass die Waage sofort deutlich reagiert — die Kleidung sitzt trotzdem anders.
Der zweite Faktor: Muskelmasse
Ab etwa dem vierzigsten Lebensjahr nimmt die Muskelmasse ohne gezieltes Gegensteuern kontinuierlich ab. Weniger Muskulatur bedeutet einen niedrigeren Grundumsatz. Die gewohnte Essensmenge führt dann zu einem kleinen täglichen Überschuss, der sich über Jahre summiert.
Warum „weniger essen" hier oft nicht greift
Wer darauf mit einer starken Reduktion reagiert, verliert häufig zusätzlich Muskulatur — und verstärkt damit genau den Faktor, der das Problem mitverursacht hat.
Fachgesellschaften empfehlen für diese Lebensphase deshalb übereinstimmend Krafttraining und eine ausreichende Eiweißzufuhr, bevor über eine Reduktion der Kalorien nachgedacht wird.