Stoffwechselreport
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Ernährung

Warum Diäten scheitern — und was der Jo-Jo-Effekt wirklich ist

Redaktion Stoffwechselreport · 8. September 2026

Die meisten Menschen, die abnehmen, nehmen später wieder zu. Das ist gut dokumentiert — und es liegt seltener an der Disziplin, als allgemein angenommen wird.

Bei anhaltendem Kalorienmangel senkt der Körper seinen Energieverbrauch. Dieser Effekt geht über das hinaus, was allein durch das geringere Körpergewicht zu erwarten wäre. Der Fachbegriff dafür lautet adaptive Thermogenese.

Was gleichzeitig mit den Hormonen passiert

Parallel verschieben sich die Signale für Hunger und Sättigung. Leptin, das Sättigung meldet, sinkt. Ghrelin, das Hunger meldet, steigt. Beides bleibt oft über Monate nach Ende der Diät verändert.

Das Ergebnis ist eine ungünstige Kombination: weniger Verbrauch bei gleichzeitig stärkerem Hungersignal. Wer danach wieder normal isst, nimmt schneller zu als vorher.

Was die Forschung stattdessen nahelegt

Untersuchungen zu langfristigem Gewichtserhalt zeigen ein wiederkehrendes Muster: moderate statt drastischer Defizite, ausreichend Eiweiß, Erhalt der Muskelmasse und Veränderungen, die sich über Jahre durchhalten lassen.

Der wichtigste Satz für viele Betroffene lautet deshalb: Ein gescheiterter Diätversuch ist eine Aussage über die Methode, nicht über den Menschen.