Schlaf
Schlaf und Stoffwechsel: Die unterschätzte Verbindung
Schlaf gilt als Erholungsthema. Für den Stoffwechsel ist er eine der wirksamsten Stellschrauben überhaupt.
Schon wenige Nächte mit deutlich verkürztem Schlaf verändern messbar, wie der Körper Hunger reguliert. Das Sättigungssignal fällt, das Hungersignal steigt. Betroffene berichten typischerweise von stärkerem Verlangen nach schnell verfügbarer Energie — also nach Süßem und Stärkehaltigem.
Die Rolle des Zuckerstoffwechsels
Auch die Insulinempfindlichkeit reagiert kurzfristig auf Schlafmangel. Der Körper braucht dann mehr Insulin, um dieselbe Menge Zucker aus dem Blut in die Zellen zu bringen. Über längere Zeit ist das ungünstig.
Warum das mit dem Alter zusammenhängt
Der Tiefschlafanteil nimmt im Lauf des Lebens ab, und in den Wechseljahren kommen bei vielen Frauen nächtliches Aufwachen und Hitzewallungen hinzu. Wer in dieser Phase zunimmt, ohne etwas an der Ernährung geändert zu haben, sollte den Schlaf deshalb ausdrücklich mitbetrachten.
Als wirksam gelten regelmäßige Zubettgehzeiten, Dunkelheit, kühle Raumtemperatur und Zurückhaltung bei Alkohol am Abend — Alkohol verkürzt vor allem den Tiefschlaf.